Istanbul (früher Konstantinopel und davor Byzanz) ist aus kultureller Perspektive bis heute der bedeutendste und facettenreichste Ort der Türkei. Mit einer Einwohnerzahl von etwa 12 bis 16 Millionen (über die genaue Ziffer herrscht bis heute Unklarheit) gehört es zu den grössten Metropolen Europas und erstreckt sich aufgrund seiner Lage am Bosporus zwischen den Kontinenten Europa und Asien. Damit galt die Stadt bereits in der griechischen Antike als wichtigste Handelsmetropole und war über Jahrhunderte hinweg das Machtzentrum der Weltreiche. 

Multikulturell

Bis zur Republikgründung 1923 war Istanbul die Hauptstadt des Osmanischen Reiches und wurde anschliessend durch die zweitgrösste Stadt Ankara ersetzt. Aufgrund seines starken römischen, griechischen und osmanischen Einflusses bietet Istanbul bis heute eine Vielzahl an kulturellen Attraktionen. Dies beweisen zum Beispiel Sehenswürdigkeiten wie die Reste der alten Stadtmauer oder die emporstrebenden Aquädukte und unterirdischen Wasserspeicher im Stile römischer Baukunst.

Weltkulturerbe

Als Sitz der reichen Sultane und ihres weiblichen Harems galt der Topkapi-Palast, der sich durch einen weitläufigen Gebäudekomplex mit kunstvollen Bauten und Gärten auszeichnet und heute ein beeindruckendes Museum mit vielen osmanischen Schätzen beherbergt. Zudem gehört er zum UNESCO-Weltkulturerbe. 

Hagia Sophia

Doch auch der religiöse Einfluss der Stadt ist bemerkenswert. Neben Moscheen prägen auch imposante Kirchenbauten, Synagogen, Museen und Paläste das Bild der Stadt, denn Muslime, Christen und Juden lebten hier stets friedlich miteinander. Ein imposantes Bauwerk byzantinischer Kunst ist die mit einer 56 Meter hohen Kuppel versehene Hagia Sophia, die bis ins Jahr 1453 ein tradiertes Symbol christlich-orthodoxen Glaubens war. Die Kirche wurde im Mittelalter von Sultan Mehmet II. erobert, der das bis dahin christliche Gotteshaus zu einer Moschee umbauen liess, welche bis heute als eines der Wahrzeichen Istanbuls gilt.

Gute Küche

Die bekannteste Moschee Istanbuls ist jedoch die knapp 500 Meter entfernte Sultan-Ahmet-Moschee oder Blaue Moschee, die im Jahr 1616 im Stile osmanischer Architektur fertiggestellt wurde. Die Moschee zeichnet sich nicht nur wegen ihres Reichtums an blau-weissen Fliesen und einer bedeutsamen Kuppel aus, sondern auch durch sechs Minarette. Doch Istanbul bietet auch viele erstklassige Restaurants, Raki-Kneipen, Puddingläden und spannende Spezialitäten, die sich durch frische und vielfältige Zutaten auszeichnen und schon allein deswegen einen Besuch wert sind